Alles was Man(n) wissen muss

Die Rasur des Mannes – Nass oder trocken? 

© tankist276 - Fotolia.comBei der Frage ob Nass- oder Trockenrasur scheiden sich seit jeher die Geister. Jeder für sich schwört auf eine der beiden Methoden. Ob lästige Pflicht oder ein Moment des Wohlfühlens, ein wichtiges Thema ist das Rasieren allemal, tut es doch jeder Mann rund 21.000 Mal im Leben.

Die zwei Rasiertypen

Selbst wenn verschiedene Hersteller von Rasierern immer wieder versuchen, Grenzen zu durchbrechen, zwischen Nass und Trocken gibt es einfach keinen Kompromiss. Die Trockenrasur bleibt trocken, selbst wenn der Rasierer unter der laufenden Dusche verwendet werden kann. Nassrasur bleibt nass, auch wenn im Rasierer ein Motor eingebaut ist. Wenn sich auch viele Dinge des Lebens und Einstellungen verändern, die Rasiermethode bleibt fast immer die gleiche.
Der praktische Mann, der nicht gern viel Zeit mit der Morgenhygiene verbringt, greift gern zum Elektrorasierer. Völlig unkompliziert kann man ganz bequem und in wenigen Minuten die tägliche Pflicht damit erledigen. Ganz anders der Nassrasierer: Er zelebriert regelrecht die tägliche Enthaarung, rasiert voller Entspannung mit und gegen den Strich, empfindet geradezu Luxus und Entspannung. Jede Art der Rasur hat für sich Vor- und Nachteile, die man einmal etwas genauer unter die Lupe nehmen sollte.

Trocken contra Nass

© Artanika - Fotolia.comDie ersten Trockenrasierer, die man kannte, funktionierten mit rotierenden Klingen, die mithilfe eines mechanischen Aufziehmotors betrieben wurden. 1931 brachte Remington den ersten Elektrorasierer auf den Markt, der allerdings erst in den 1950-er Jahren den deutschsprachigen Raum eroberte. Neben einer gewissen Zeitersparnis ist vor allem die Sicherheit bei der Handhabung der große Pluspunkt bei der Trockenrasur. Die Gefahr von Schnittwunden ist praktisch ausgeschlossen, auch wenn es unter Zeitdruck einmal hektisch zugeht, da eine dünne Scherfolie vor den rotierenden Klingen des Rasierers schützt.
So sicher die Scherfolie diese Rasur macht, sie ist auch gleichzeitig der Nachteil des Trockenrasierers. Baubedingt bleibt immer ein kleiner Abstand zwischen den Klingen und der Gesichtshaut, die Rasur ist nie so gründlich, wie bei der nassen Variante.
Bei sehr empfindlicher Gesichtshaut, Akne oder Ekzemen ist die Trockenrasur das Mittel der Wahl, da hier die schonendste Rasur stattfindet.
Die Nassrasur ist die ursprüngliche Form. Hier hat auch die Bezeichnung „Rasieren“ ihren Ursprung. Lateinisch „Rasura“ bedeutet soviel wie „Schaben“ oder „Kratzen“.
Die alten Ägypter nutzten Rasiermesser aus Kupfer oder Bronze, erst im 17. Jahrhundert erfand man das Klapprasiermesser aus Stahl. In jener Zeit war es unüblich, sich zu Hause zu rasieren, stattdessen suchte man den Fachmann, den Barbier, zu diesem Zweck auf. Anfang des 20. Jahrhunderts stellte die Firma Gillette erstmals Klingen vor, die durch die einfache Anwendung auch für die häusliche Rasur taugten.
Wenn auch die Anzahl der Klingen unüberschaubar geworden ist, so bleibt da Prinzip stets gleich: Das Gesicht wird gewaschen, die Barthaare mit warmem Wasser eingeweicht. Klassisch schlägt man dann mit dem Rasierpinsel Schaum aus Rasierseife oder –Creme auf und verteilt diese auf den entsprechenden Gesichtsbereichen. Fertiger Rasierschaum oder Rasiergel erfüllen den gleichen Zweck. Mit Hilfe eines Rasiermessers, eines klassischen Rasierhobels oder einem modernen Rasiersystem rasiert man optimalerweise zuerst die Wangen, dann den Hals und zuletzt Kinn- und Ohrenpartie. Hautschonender ist die Rasur mit dem Strich, gründlicher ist die Rasur gegen den Strich. Auch hier hat jeder seine eigene Auffassung. Das Abspülen des Gesichts mit klarem, kaltem Wasser beendet die Rasur.
Ob nass oder trocken, ein After Shave hilft in jedem Fall der Haut sich zu regenerieren.


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Fazit

Ob nass oder trocken, letzten Endes erfüllen beide Varianten ihren Zweck. Es ist wohl eine Typfrage, welche Rasur für den Einzelnen die Richtige ist. Die Wünsche des Lebenspartners spielen dabei sicher auch eine Rolle.