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Eifersucht: Wie viel davon verträgt eine Beziehung?

Maennerzimmer Moderne Beziehungen – so sagt man – sollten tolerant und offen sein. Doch bei aller Toleranz und Offenheit zählt dennoch die „Eifersucht“ zu den wichtigsten Themen in einer Beziehung. Denn Hand aufs Herz: Fast jeder hat schon einmal mit Eifersucht Bekanntschaft gemacht. Eine gesunde und leichte Form der Eifersucht ist in einer Partnerschaft etwas völlig Normales und zeigt dem Partner, wie sehr man ihn begehrt und liebt. Doch in so manchen Beziehungen gibt es Partner, die krankhaft eifersüchtig sind. Doch wie viel Eifersucht ist normal bzw. ab wann ist sie krankhaft?

Was ist Eifersucht?
Das Wort Eifersucht stammt von den althochdeutschen Wörtern „eiver“ was herb oder bitter bedeutet und „suht“ was Krankheit bedeutet, also „bittere Krankheit“. Eifersucht ist die Angst oder das Gefühl, dass der eigene Partner einen Großteil seiner Aufmerksamkeit jemand anderem widmet. Hinter der Eifersucht verbergen sich große Selbstzweifel, starkes Besitzdenken und die Einstellung, unbedingt und mit allen Mitteln die Liebe und Aufmerksamkeit des Partners zu bekommen. Diese kranke Eifersucht ist kein Beweis der Liebe, sondern vielmehr ein Ausdruck der Angst, die Liebe des Partners zu verlieren.

Zeichen der krankhaften Eifersucht
Wie bemerkt man bei sich selbst oder am Partner krankhafte Eifersucht? Ein krankhaft eifersüchtiger Mensch bezichtigt den Partner ohne den geringsten Anlass des Betrugs. Er/Sie hat ständig den Drang, seinen Partner zu kontrollieren. Das kann sich daran bemerkbar machen, dass der eifersüchtige Partner beginnt, hinter einem her zu spionieren. Handtaschen, Hosentaschen werden durchwühlt um Beweise für die vermutete Untreue zu finden. Emails oder das Handy werden nach eventuell verdächtigen Nachrichten durchstöbert. Kurz: Der Partner wird nur noch kontrolliert. In diesem Fall ist die Beziehung zu einem Gefängnis geworden. Eine Tatsache, die sich stark beziehungsgefährdend auswirken wird.

Gibt es eine Hilfe für krankhaft eifersüchtige Menschen?
Bei krankhaft eifersüchtigen Menschen helfen meistens einfache Mittel, wie z.B. dem Partner zu sagen wie sehr man ihn liebt, nicht mehr. Hier sind härtere Methoden von Nöten. Als erstes muss ein eifersüchtiger Mensch die Verantwortung für seine Eifersucht selbst übernehmen, d.h. der Eifersüchtige muss akzeptieren, dass er sich eifersüchtig macht und nicht sein Partner. Das bedeutet, dass nur er etwas dafür tun kann, seine Eifersucht zu überwinden. Ein weiterer Schritt wäre, den Partner dazu zu animieren, professionelle Hilfe zu suchen. Wichtig dabei ist, dass man sich durch den eifersüchtigen Partner keinesfalls einschränken lässt. Denn das hat dann nichts mehr mit einer glücklichen Beziehung zu tun. Auf jeden Fall trotzdem z.B. das anziehen, wozu man Lust hat, oder sich weiter mit Freunden treffen, usw.

Fazit
In einer Beziehung gibt es womöglich Situationen, in denen Misstrauen oder Eifersucht angebracht und nur allzu verständlich sind, wenn es z.B. klare Anzeichen für Untreue gibt. Oder vielleicht wurde man von seinem Partner bereits ein- oder mehrmals betrogen. In so einem Fall ist ein gewisses Maß an Eifersucht völlig normal. Gibt es allerdings in einer Beziehung absolut kein Anzeichen für Untreue und hat man jedoch trotzdem einen ständigen Kontrollzwang, bezeichnet man das als „krankhafte Eifersucht“. Diese kann eine Beziehung zerstören. Um das zu verhindern, sollte man als Betroffener bemüht sein, dagegen anzukämpfen oder aber auch professionelle Hilfe in Form von Beratungsstellen oder dergleichen, in Anspruch zu nehmen.

Der Seitensprung - belebend oder tödlich für die Partnerschaft?


MaennerzimmerNahezu jede Beziehung zwischen zwei Menschen macht mindestens einmal eine gehörige Talfahrt mit. Eine Zeit, in der sich ein oder beide Partner nicht mehr so ganz sicher sind über ihre tatsächliche Zusammengehörigkeit birgt stets die Gefahr eines Seitensprunges. Dieser muss gar nicht unbedingt körperlicher Natur sein, auch eine ungeahnte geistige Vertrautheit oder ein überraschend großes Maß an gegenseitigem Verständnis mit einem anderen, sogar nur der Gedanke daran wird oft schon als Betrug empfunden. Findet sich hier der reanimierende Kick zur Rettung der Partnerschaft? Oder kommt es einem Todesstoß gleich? Eine schwierige Gratwanderung…

Wie konnte das nur passieren?
Unabhängig davon, wie verwerflich oder verzeihlich jeder einzelne den Seitensprung an sich findet – wo liegen die Ursachen? Genetiker berufen sich ja gern auf das Argument des Urtriebes, was von einigen Männern schon fast als Rechtfertigungsgrund missbraucht wird. Als vermeintliche Krone der Evolution können wir jedoch mittlerweile voneinander erwarten, den Verstand zumindest kurzzeitig vor etwaigen Handlungen zu befragen.
Was also treibt Männer wie Frauen zur mehr oder weniger vorsätzlichen Grenzüberschreitung? Reicht eheliche Langeweile schon aus? Macht Gelegenheit wirklich (physische) Liebe? Ist bewusste Kränkung, gar Rache der Grund? Erliegen wir einfach gewissen Schlüsselreizen? Brauchen wir den Ausbruch aus der Routine? Oder suchen wir nur Trost an fremden Schultern? Die Gründe sind so mannigfaltig wie die „Täter“ – Fakt ist, es passiert immer wieder. Nicht selten folgt unmittelbar danach die Frage: „Was ist denn da geschehen? Und warum?“ In den seltensten Fällen geht „er“ oder „sie“ nämlich gezielt los und beschließt: Jetzt betrüge ich meinen Partner! Es ergibt sich eben einfach, und dann kommt mit wehenden Fahnen das schlechte Gewissen angaloppiert. (Falls es das natürlich nicht tut, ist es wohl sowieso mit der Partnerschaft vorbei.) Und dann?

Beichten? Oder lieber nicht?
Was geschehen ist, ist geschehen – und wie geht es weiter? Die Entscheidung, seinen Fehltritt dem Partner zu offenbaren, ist gar nicht so leicht zu treffen. Maßgeblich dafür ist auch die – na, sagen wir „Schwere des Vergehens“. Ein romantisches Dinner mit einer alten Schulliebe ist vielleicht leichter zu verkraften als die Aussage: „ Er/Sie hört mir im Gegensatz zu Dir immer zu und versteht mich einfach!“ Manch ein Betrogener verkraftet eine „einmalige, rein körperliche Sache“ viel eher als die Erkenntnis, dass ein Fremder überhaupt erst Zugang finden konnte. Wer sein Gewissen unbedingt erleichtern muss, trägt natürlich Konsequenzen – so wie der Partner. Ob es sich besser mit einer großen Lüge oder einer kleinen Mogelei lebt, muss ebenfalls jeder für sich ausloten.
Entscheidend ist vor allem: Was hat sich geändert? Ist der letzte Liebesrest verschwunden? Dann wird es sowieso Zeit für ernste Gespräche. Blieben die Gefühle für den Partner unberührt? Ein einmaliger Ausrutscher? Eventuell bedarf er gar nicht der Erwähnung. Oder hat man nun erst erkannt, wie großartig der Mensch da zu Hause eigentlich ist? Dann sollte man wohl zunächst dies genießen und vor allem kundtun, und eine vertrauensvolle Beichte kann noch etwas warten. Bei aller Ehrlichkeit muss schließlich auch immer bedacht werden, wie groß der Schmerz ist, den man mit einem Outing auslöst und ob dies in einem gerechtfertigten Verhältnis zum „Vergehen“ steht.

Und die Moral…
…von der Geschicht´: Bestenfalls passiert es nicht! Und falls doch, sollten weitere überstürzte Handlungen unbedingt vermieden und Entscheidungen erst getroffen werden, wenn Kopf, Herz und Seele etwas abgekühlt sind. Möglicherweise ist ja noch etwas zu retten…