Alles was Man(n) wissen muss

Kardamom - die arabische Waldpflanze 

© photocrew - Fotolia.comDer Waldpflanze Kardamom, wurde zu allen Zeiten höchste Wertschätzung entgegen gebracht.
Das Gewächs wird bis heute als die Königin der Gewürze bezeichnet und steht damit noch vor dem Safran. Die Erzeugerländer dieses Gewürzes im vorderen Orient, sind gleichzeitig auch auch diejenigen, die den größte Teil der Welternte verbrauchen. Wenn die Samenkapseln geerntet werden, sind sie gerade noch grün, also nicht vollreif. So vermeidet man bei der anschließenden Trocknung das Aufplatzen. Man erhält im Handel Kardamom-Kapseln, die je nach Trocknungsgrad grün oder dunkelbraun bis schwarz sind, Kardamom Samen, Pulver oder Gewürzmischungen .

Kardamom, der Name dieses Gewürzes, lässt Geheimnisvolles und Mystisches erahnen. Wir verbinden es mit dem Gedanken an bunte, orientalische Gewürz-Basare, deren betörende Düfte schon in weiter Ferne zu schnuppern sind.
Gewürze, wie der Kardamom, wissenschaftlich Elettaria cardamomum, haben in der orientalischen Küche seit langen Zeiten eine Tradition. Sie geht bis ins Mittelalter zurück.
Heute sind diese orientalischen Gewürze, wie Kardamom oder Koriander, auch bei uns ein nicht mehr weg zu denkender Bestandteil der alltäglichen Kochkunst geworden und werden zumeist als Gewürzmischungen verwendet.

Räucherwerk

© OMKAR A.V - Fotolia.comDas asiatische Gewürz Kardamom gehört zur Familie der Ingwergewächse. Es enthält ätherisches Öl, das den unverwechselbaren Duft dieses Gewürzes ausmacht, Campesterol, Stigmasterol, Beta-Sitosterol, Borneol, Kampfer und Salicylate. Anders als bei seinen Ingwer Verwandten werden jedoch beim Kardamom lediglich Früchte und Samen genutzt, nicht aber die Wurzelstöcke. Man erntet sie vornehmlich von Oktober bis in den Dezember hinein. Wer Kardamom bereits einmal probiert hat, weiss, dass er leicht, aber sehr angenehm scharf schmeckt und einen balsamischen Charakter hat.
Bei uns in Mitteleuropa nutzen wir Kardamom vor allem als Lebkuchengewürz.
Man kennt die Pflanze jedoch mittlerweile auch von dem immer beliebter werdenden indischen Chai-Tee.
Das typische Weihnachtsgewürz Kardamom, lässt sich jedoch nicht nur in süßen Leckereien verwenden, sondern verleiht auch Fleischgerichten, Fisch oder Gemüse eine unverwechselbare und sehr spezielle Geschmacksnote.
In erster Linie ist es jedoch in unseren Breiten als Lebkuchengewürz nicht mehr weg zu denken und eine der wichtigsten Bestandteile dieses Weihnachtsgebäcks.

In den arabischen Ländern gibt man einer Tasse Kaffee ein bis zwei Samen Kardamom bei. Das soll nicht nur den Geschmack, sondern auch die oftmals unerwünschte Wirkung des Koffein etwas abmildern. Zudem hält sich bis heute das Gerücht, dass Kardamom eine aphrodisierende Wirkung besitzt. Das ist sicherlich auch ein gewichtiger Grund dafür, dass sich Kardamom-Kaffee bei den Männern der orientalischer Länder größter Beliebtheit erfreut. Speisen fügt man sogar ganze Kapseln bei. Diese muss man allerdings vor dem Verzehr wieder entfernen, denn die Kardamomschalen sind unverdaulich und zudem sehr zäh. Da Kardamom ätherische Öle enthält, regt er die Verdauung an und wirkt auch bei Blähungen vorzüglich. Übelkeit, Erbrechen und auch Kopfschmerzen bekämpft man wirkungsvoll, indem man einige Körner Kardamom langsam im Mund zerkaut. Bei Bronchitiden und Erkrankungen der Nebenhöhlen erreicht Kardamom eine Lösung des festsitzenden Schleimes.
Er hilft, das Nervensystem zu entkrampfen und kann auch typische Frauenbeschwerden, wie Menstruationsstörungen und Wechseljahresbeschwerden, lindern und auch bei Asthma wird er als Heilpflanze geschätzt. Kardamomsamen gekaut, wirkt zudem Mundgeruch entgegen und lindert Sodbrennen.


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Fazit

Die Freunde der ayurvedischen Lehre und auch die Anhänger der Aromatherapie sind davon überzeugt, dass schon allein der Duft von Kardamom ein Verdauungsfeuer im Körper erweckt.
Schon die alten Römer wussten Kardamom als Verdauungsförderer einzusetzen
Als Geheimtipp wird Kardamom jedoch als Gehirntonikum gehandelt, denn er regt die Gedächtnisleistung an und verhilft zu geistiger Klarheit. Diese ausgesproche anregende und auch aphrodisierende Wirkung soll recht schnell einsetzen.